Ford Focus Mk3 2.0 TDCi Test

13.01.2012 22:59    |    Bericht erstellt von Toma06

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Gesamtfazit zum Ford Focus Mk3 2.0 TDCi Test

Aus diesen Gründen kann ich den Ford Focus Mk3 2.0 TDCi empfehlen:

Wer ein Auto in dieser Klasse sucht hat mit dem neuen Focus MK3 ein Auto, dass den Ansprüchen wie seine Mitbewerber genügt. Allerdings ist der Ford ein Auto, das nicht so bieder wie der ein oder andere daher kommt. Die Bedienung ist vielfältig und doch übersichtlich und einfach. Man spielt ja schließlich nicht ständig an allem rum sondern beschränkt sich auf immer die selben Dinge. Und für diese braucht man die Knöpfe in der Mittelkonsole nicht sondern nur das gute Multifunktionslenkrad. Die blaue Beleuchtung der Anzeigen ist geschmackssache.

Aus diesen Gründen kann ich den Ford Focus Mk3 2.0 TDCi nicht empfehlen:

Wenn man auf Image und biederes 0815 Auto steht ist man bei Ford nicht gut aufgehoben. Man sollte zu VAG wechseln (oder dabei bleiben)... ;)

Gesamtwertung: 4.0 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 4.0 von 5 möglichen Sternen
Testfahrzeug Ford Focus Mk3 2.0 TDCi Turnier
Leistung 140 PS / 103 Kw
Hubraum 1997
Aufbauart Kombi
Getriebeart Automatikschaltung
Erstzulassung 10/2011
Nutzungssituation Dienstwagen
Testdauer einige Monate
Gesamtnote von Toma06 4.0 von 5
Gesamtwertung Ford Focus Mk3 4.0 von 5

Einleitung

Hallo!

Ich habe dieses Auto als Firmenwagen bekommen. Ausser mir fahren hin und wieder ein paar Mitarbeiter oder auch meine Frau mit diesem Focus. Ich nutze das Auto hauptsächlich auf Kurzstrecken zwischen der Arbeitsstätte und meinem zu Hause, für Besorgungen firmlich und privat, für Dienstreisen durch Deutschland (auch mal in die Niederlande), für das Hobby Tauchen mit viel schwerem Gepäck. Ausserdem habe ich 2 kleine Kinder von weniger als 2 Jahren. So fällt immer auch mal viel Gepäck auf dem Weg in den Urlaub oder zur etwas entfernten Verwandschaft an...

Ich fahre das Auto gerne sportlich aber auch mal gemütlich.

Karosserie

3.0 von 5

Das Aussehen der Karosserie ist für meinen Geschmack sehr ansprechend. Vorallem in der Ausstattung Titanium mit diversen Chromapplikationen (bei mir in Verbindung mit schwarzem Lack). Leider wird das Heck immer sehr schnell schmutzig. Ich habe das sogenannte Lichtpaket mit Bi-Xenon und LED-Tagfahrlicht. So ist es um so schlimmer, dass sich diese Technik nur bedingt auf die hinteren Leuchten ausweitet. Das machen einige Mitbewerber schon besser. Allerdings ist es meines Erachtens ein großes Plus, dass die Abbiegelichter in die Hauptscheinwerfer integriert sind. Sie fallen nicht so negativ wie in anderen Fahrzeugen auf (z.B. in Nebellampen) und tun bei Dunkelheit sehr gute Arbeit! Desweiteren hätte ich mir bei diesem Aufpreis für Bi-Xenon auch ein Kurvenlicht gewünscht (ist leider nicht erhältlich).

Dieses Auto finde ich von der Optik her sportlich und elegant zugleich. Das schafft nicht jedes Auto.

Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + in Titanium Ausstattung guter Mix zwischen Grimmig und Edel im Aussehen
  • - Rückleuchten nicht komplett LED
  • - Kein Kurvenlicht
  • - Heck wird sehr schnell dreckig
  • - Leuchtmittel sehr schwer zu tauschen

Antrieb

4.0 von 5

Die Motorisierung ist gut. Der 163 PSler macht aber bestimmt mehr Spaß. Für den Zweck des Familienautos und normalen Firmenwagens sind 140 PS aber völlig ausreichend. Das Getriebe ist 1A. Bin vorher 5 Jahre DSG gefahren. Das System hat nicht so gut gearbeitet wie Powershift. Der Verbrauch ist wie beim Vorgänger. Ein Octavia aus 2006 mit 2 L / 140 PS und DSG. Da ist meiner Meinung nach also kein Fortschritt zu erkennen. Es sei denn, Ford hatte beim MK2 nen noch höheren Verbrauch...

Das Auto ist sehr leise.

Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + Gangwechsel kaum bis gar nicht spürbar
  • + sehr leise
  • - hoher Verbrauch bei Kurzstrecken und Tempo über 130 km/h

Fahrdynamik

4.0 von 5

Mein MK3 hat eine elektronische Einparkhilfe. Deshalb ist eine elektronische Lenkung eingebaut. Diese ist sehr direkt. Vorteil ist, dass man kein Spiel hat und die Lenkung prompt reagiert. Nachteil: Bei starkem Seitenwind und vorallem bei Böen oder eine Unachtsamkeit des Fahrers reagiert die Lenkung sofort. Das kann nerven.

Über Landstrassen zu fahren macht gerade durch diese direkte Lenkung und die gut abgestimmte Federung sehr viel Spaß!

Leider ist der Wendekreis sehr groß. Aber ich persönlich habe mich sehr schnell daran gewöhnt.

Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + sportliches Fahren macht hiermit Spaß
  • - sehr Windanfällig vorallem mit der elektronischen Lenkung

Komfort

4.5 von 5

Das Auto hat eine sportliche Abstimmung. Die Sitze sind bequem. Allerdings stört der Handbremshebel bei langen Beinen etwas. In der 2. Sitzreihe ist zu wenig Platz. Wenn man mit 4 erwachsenen Personen unterwegs ist, dann müssen alle an Komfor einbüßen. Aber für eine Familie mit kleinen Kindern reicht es.

Die Bedienung wird oft schlecht geredet, ist aber sehr plausibel, selbsterklärend und intuitiv zu bedienen. Natürlich benötigt man dafür ein bißchen Zeit. Der eine mehr, der andere wenger. Ich habe 2 Tage gebraucht. Das Lenkrad bediene ich inzwischen blind und die Tasten des Sony Radios benutze ich selten.

Als störend empfinde ich, dass beim Umschalten zwischen Limiter und Tempomat die jeweilige programmierte Geschwindigkeit nicht gespeichert wird. Man muß also wieder neu einstellen, wenn man wieder zurück wechselt. Ansonsten ist es super, diese beiden Funktionen nutzen zu können. Auf Autobahnen nutze ich gerne den Tempomat. Über Land nutze ich mehrheitlich den Tempobegrenzer und hin und wieder auch den Tempomat. So aknn ich Situationsbedingt und intuitiv fahren und mir dabei sicher sein, dass ich nicht zu schnell unterwegs bin.

Die Freisprchanlage ist spitze und somit gibt es gar keinen Grund das Handy beim Fahren in die Hand zu nehmen und sich womöglich noch erwischen zu lassen. :cool:

Der USB-Anschluß im Handschuhfach macht den CD Spieler fast überflüssig. Einfach zu bedienen und genug Musik dabei auch für lange Fahrten.

Galerie
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Testkriterien
Federung (sportlich): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + Bedienung sehr übersichtlich
  • + Viele Funktionen am Radio (Sony)
  • + sehr gutes Sound und Connect
  • + gut gelungenes Multifunktionslenkrad
  • - Der Handbremshebel stört bei langen Beinen
  • - einzelne Lüftungen können nicht komplett geschlossen werden
  • - könnte mehr und vor allem größere Staufächer haben

Emotion

4.0 von 5

Leider ist das Image von Ford immer noch sehr schlecht. Dabei ist heutzutage selbst ein Mercedes nicht mehr so gut wie früher das Design ist halt mal was anderes. Probleme gibt es in allen Marken. Bei den einen schwerwiegendere und bei anderen leichter. Ich habe persönlich nur gute Erfahrungen mit Ford. Viel macht allerdings auch immer eine gute Werkstatt aus. Leider werden die Werkstätten und Verkäufer bei Ford von Ford selbst offensichtlich sehr schlecht informiert. Das klappt bei anderen Marken besser. Allerdings habe ich auch die Erfahrung machen dürfen, dass man bei anderen Herstellern von Automobilen auch gerne hingehalten und mit sinnlosem Auslesen und Löschen von Fehlern abgespeist werden. Das ist m.E. schlimmer.

Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (sportlich): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + endlich mal kein langweiliges Standartaussehen!